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Ab Anfang November soll die "Vorteilskarte" den Kunden Vorteile verschaffen.

Gewerbevereinsvorsitzende Christa Haufe erläuterte unlängst vor rund 25 Mitgliedern des Gewerbe- und Handelsvereins, Bürgermeister Wolfgang Reichenwallner und seinem Stellvertreter Klaus Kamhuber, sowie zahlreichen Gemeinderäten Hintergrund und Ziel dieser "Vorteilskarte". Sie verwies auf die gravierenden Veränderungen der vergangenen Jahre im Umfeld des Einzelhandels, die ein Umdenken und vor allem neue Konzepte und Aktionen erfordern. "Die Umsätze sind nicht erst mit dem Euro zurückgegangen" stellte Christa Haufe fest und verwies auf einen seit langem spürbaren Kaufkraftabfluss in die Nachbarstädte. Oberstes Ziel des Gewerbevereins und der Einzelhändler müsse es deshalb sein, die Kaufkraft am Ort zu binden. "Kundenbefragungen und Kaufkraftanalysen haben keinen großen Durchbruch gebracht" erläuterte die Vorsitzende. "Deshalb muss eine neue Art der Kundenbindung versucht werden." 

Sie schilderte die geplante "Vorteilskarte" als ein Kundenprivileg, das den Karteninhabern bei den beteiligten Geschäften des Garchinger Gewerbe- und Handelsvereins einen finanziellen Bonus verschaffe und teilweise mit Sonderleistungen verbunden sei. Christa Haufe führte dazu das erfolgreiche Beispiel der in Rheinland-Pfalz gelegenen Kleinstadt Hermeskeil an, wo diese Art von Kunden-Vorteilskarte vor eineinhalb Jahren erfolgreich eingeführt wurde. Sie freute sich, dass der Vorsitzende der dortigen Werbegemeinschaft und Einzelhändler Markus Porten an diesem Abend zu einem Erfahrungsbericht nach Garching gekommen war.

 "Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen und nicht mehr der Markt". Nicht zufriedene Kunden, sondern begeisterte Kunden seien wichtig, weshalb die Einzelhändler vor allem in ihrer Kreativität und Fantasie gefordert seien. Porten verwies auf einen gewissen "VIP"-Status der Karteninhaber, der sich in speziellen Sonderangeboten bzw. auch in Einladungen zu Veranstaltungen ausdrücken kann. "Der Ort soll zu einem Marktplatz der Beziehungen werden und der Einzelhändler sich als Mensch verstehen, der Geschäfte für Menschen macht" schloss Markus Porten seine interessanten und überzeugend vermittelten Erfahrungen ab und bestätigte seinen Zuhörern, dass Hermeskeil sein Ziel der Kundenbindung mit der Kundenkarte erreicht habe.

Christa Haufe, die sich ebenso wie viele der Teilnehmer, von den Ausführungen Portens begeistern ließ, hoffte, dass sich viele Mitglieder des Garchinger Gewerbevereins für die "Vorteilskarte" entscheiden. Sie unterstrich, dass eine Beteiligung an diesem System nur Mitgliedern des Gewerbevereins vorbehalten bleibt und diese ihren örtlichen und auswärtigen Kunden diesen neuen Service anbieten können. Als voraussichtlichen Termin der Einführung, der mit einem relativ kleinen finanziellen Aufwand verbunden ist, nannte Christa Haufe den 1. November. Spontan konnte die Vorsitzende bereits an diesem Abend 25 Mitglieder registrieren, die für ihre Geschäfte und Betriebe die "Vorteilskarte" einführen möchten. Innerhalb weniger Tage ist die aktuelle Zahl der Gewerbetreibenden bereits auf 30 angewachsen. Bis 31. Oktober besteht für die Gewerbevereinsmitglieder noch die Möglichkeit der Teilnahme. Einstiegsmöglichkeiten bieten sich aus rechnerischen Gründen lediglich alle halbe Jahre an.